Die Station von


DL3GCB
Meine Kurzwellenstation besteht aus einem mittlerweile mehr als 18 Jahre alten Transceiver von JRC, dem JST245. Zusätzlich habe ich eine PA des selben Herstellers, die JRL200F. Obwohl beide Geräte einigermaßen betagt sind, möchte ich sie nicht missen. Die Geräte sind immer noch nahe dem aktuellen Stand der Technik und waren 1996 sicher Spitzengeräte (mit entsprechendem Preis!).
Die Geräte sind optimal aufeinander zugeschnitten, alle Einstellungen der PA sind auch über den Transceiver möglich. Die PA hat sogar eine IR- Fernbedienung!

So allmälich kommt die Memory- Backup- Batterie an ihre Grenze, ich werde wohl in Kürze einen Wechsel vornehmen müssen. Aus dem Service- Manual konnte ich erfahren, dass die Batterie hinter der Frontplatte angeordnet ist - das wird dann wohl eine größere Aktion! Immerhin hat die Lithiumzelle fast 20 Jahre gehalten. Anders als bei den analogen "alten" Transceivern kann man selbst nicht allzuviel am Transceiver reparieren. Da alles irgendwie softwaregesteuert ist, muß man schon Elektronikkenntnisse (und das dicke Servicemanual) haben, um in den JST245 einzugreifen. Bisher ist mir das erspart geblieben - der Transceiver hat kommerzielle Qualität!

Titelblatt FUNK Mai 1995 Prospekt JST245 Technische Daten JST245
Die PA JRL2000F ist nach wie vor auch nach fast 20 Jahren der "Rolls Royce" unter den Halbleiter - PAs.
Sie hat eine beeindruckende Größe und wiegt 28 kg, obwohl kein schwerer Trafo eingebaut ist. Das Gewicht ist den Kühlkörpern und dem stabilen Gehäuse geschuldet. Bisher hat die PA immer sehr schnell auf Antennenprobleme mit Schutzabschaltung reagiert, und der automatische Antennentuner ist Spitze.
Titelbatt FUNK Februar 1995 Prospekt JRL2000F Technische Daten JRL2000F

Selbstverständlich gehören zu einer Funkstation einige Zusatzgeräte wie Mikrofon(e) und Morsetaste (bei mir eher nicht).

Bei mir kommt noch ein Rausch- Minderer dazu. Seit ich das Lingua Lingua anwende, ist DXen viel einfacher!(Bild Mitte)

Zusätzlich zu dem Standard- Handmikrofon habe ich ein Tischmikrofon mit einem Sprachspeicher versehen (Bausatz Bild rechts). Das ist vor allem praktisch, wenn man im Pile- up wieder und wieder rufen will (oder muss?).

Letztlich ist der Bereich der Zusatzgeräte sowie der Antennen der Bereich, in dem man am besten noch Eigenbau betreiben kann, z.B. ein Interface zum PC. Dazu braucht man dann das richtige Werkzeug, Messgeräte und wenn möglich Kenntnisse in der Schaltungstechnik, der Simulationssoftware und natürlich die Freude am Selbstbau.


Diese von DH8BQA entwickelte Schaltung ist ein Audiospeicher und kann in einem Mikrofongehäuse zusätzlich untergebracht werden. Damit werden CQ- Rufe in Contesten etc. abrufbar und die Stimme wird geschont. Die Platine ist als Bausatz zu erwerben und leicht aufzubauen. Man kann einzelne Rufe starten oder Serien im Abstand von 3-6-10 Sekunden (einstellbar). Ein sehr hilfreiches Zubehör!



Bereits 1964 machten sich fortschrittliche Amateure Gedanken, wie man das lästige, andauernde CQ- Rufen automatisieren kann. Unten ist eine Beschreibung und Bauanleitung eines solchen Rufautomaten zu sehen. Verglichen mit heute ein großer Aufwand!
Auch in meinem Shack gibt es allerlei betagte Geräte: einen Griddipper mit Röhrenbetrieb, einen alten, noch betriebsbereiten TRX FT277E, seit Jahren unbenutzte 2m- Geräte.
Ich habe die Zeit verpasst, diese Teile rechtzeitig auf dem Flohmarkt zu verkaufen. Nun gibt es nichts mehr dafür und so bleibt es bei Nostalgie.



In der Mitte ist ein alter Absorptions- Frequenzmesser Typ FM5 der Fa. Dr.Steeg & Reuter, Bad Homburg, zu sehen.
Alte Analogtechnik CQ - Rufautomat
Bernd Novotny  •  Fasanenweg 32  •  24214 Gettorf